Warum einfach, wenn auch mehrfach geht?

Eine der wichtigsten Fragen auf dem Weg zu mehr Elektromobilität betrifft den Ausbau der Ladeinfrastruktur. In Kooperation mit dem Start-up ChargeX liefert Veolia eine innovative Antwort.
Veröffentlicht Januar 2021

E-Flotten-Betreiber, Wohnungswirtschaft, Gewerbetreibende oder Tiefgaragenbesitzer – sie alle kennen das Problem: Herkömmliche Gebäudeanschlüsse machen die Installation zusätzlicher Ladestationen durch den mitunter notwendigen Netzausbau  teuer und aufwendig – bislang jedenfalls, denn jetzt bieten Veolia, BS|ENERGY und Thüga eine Ladelösung an, die auch bei Bestandsgebäuden einen einfachen Ausbau der Ladeinfrastruktur ermöglicht. Die White-Label-Komplettlösung für Stadtwerke und Reseller basiert auf der intelligenten Ladetechnik ChargeX des gleichnamigen Münchner Start-ups, das beim U-START-Programm von Veolia im März 2020 als einer der Gewinner hervorgegangen ist. 

Verantwortlich für den Vertrieb des White-Label-Produktes ist die BS|ENERGY-Tochter KOM|DIA. Hier steht Lennart Schümann, Projektmanager E-Mobilität, für Kundenanfragen zur Verfügung. Auch unsere Fragen hat der E-Mobility-Experte beantwortet und uns alles über die Technologie und ihre Vorteile verraten.

ChargeX Ladestation

Bis zu acht Wallboxen kann der Betreiber mit ChargeX an einem Ladestrang anschließen, lediglich die erste Ladestation ist mit dem Hausanschluss verbunden.

Lennart Schümann: Mit ChargeX können bis zu acht Wallboxen an einem einzigen Ladestrang betrieben werden: Nur die erste Wallbox benötigt eine Zuleitung zum Hausanschluss, weitere Ladestationen können ganz einfach per vorkonfektioniertem Kabel  ergänzt werden. Das System funktioniert im Prinzip wie eine Mehrfachsteckdose. Der Unterschied: Mithilfe eines intelligenten Lastmanagements werden die Fahrzeuge zeitversetzt geladen, die verfügbare Leistung des Gebäudeanschlusses wird optimal genutzt. Das smarte Lademanagement sorgt zudem dafür, dass dabei kein Nutzer zu kurz kommt.


Wie genau funktioniert ChargeX?

Lennart Schümann: Mit ChargeX lassen sich die Netzanschlusskosten erheblich reduzieren. Die Ladestationen sind günstiger als konventionelle Wallboxen und modular erweiterbar. Der große Vorteil gegenüber konventionellem Lastmanagement: Das Ladesystem steuert, wann welches Fahrzeug Energie erhält, und vermeidet so eine Überlastung des lokalen Stromnetzes. Es lädt immer ein Fahrzeug, aber dafür mit maximaler Leistung. Für den reibungslosen Rotationsbetrieb sorgt ein lernfähiger Algorithmus, der anhand individueller Nutzerprofile eine effiziente Ladepriorisierung ermöglicht. Selbst dann, wenn nichts mehr geht, bleibt keiner auf der Strecke: Jedes Fahrzeug bekommt standardmäßig eine 15-minütige Powerladung.


Was sind die Vorteile?

Lennart Schümann: Das System eignet sich für jeden, der mehrere Ladepunkte an einem Ort benötigt, insbesondere in Bestandsgebäuden mit begrenzten Leistungsreserven am Hausanschluss. Mögliche Anwender sind Kommunen oder Gewerbekunden mit Elektrofahrzeugen – wie zum Beispiel der Pflege-dienst „Wilhelminum“ in Braunschweig, der Teil des Pilotprojektes ist und nun sukzessive seinen Fuhrpark auf E-Fahrzeuge umstellt.
ChargeX ist auch ideal für Wohnungseigentümergemeinschaften geeignet, die ihre Garage oder Tiefgarage auf einfache und kostengünstige Weise elektrifizieren möchten.


Für wen kommt das Produkt in Frage?

Lennart Schümann: Unser WhiteLabel-Produkt für Stadtwerke und weitere Reseller umfasst neben der Hardware zusätzlich Marketingmaterialien wie Flyer, Website-Templates, Kostenvergleichsrechner und Case Studies für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Mit diesem Komplettpaket können Stadtwerke und Reseller einfach und effizient an ihre Endkunden herantreten. Zudem erhalten die Reseller eine Bestpreisgarantie über die KOM|DIA.


Was erhältder Kunde?

Lennart Schümann: Kommunen und Bürger bekommen Zugang zu einem kostengünstigen Ladeinfrastruktursystem, das seine Stärken insbesondere in Bestandsgebäuden mit geringen Reserven am elektrischen Hausanschluss ausspielt – bislang ein Problem beim Ausbau der Ladeinfrastruktur, vor allem für Nutzer von E-Fahrzeugen. Die können mit ChargeX jetzt kostengünstig ihren E-Fuhrpark ausbauen und konventionelle Verbrenner zügig ersetzen. Das ist nicht nur gut fürs Klima, sondern auch hochprofitabel. Denn neben günstigen Leasingkonditionen und Kaufpreisen für Elektrofahrzeuge sprechen die im Vergleich zu Verbrennern erheblich geringeren Unterhalts-kosten für den Umstieg auf E-Mobilität. Privatpersonen profitieren derzeit zudem von einer Förderung der KfW-Bank, die bis zu 900 Euro je Ladepunkt betragen kann. Die Wallboxen von ChargeX sind hier explizit in die Liste der förderfähigen Wallboxen aufgenommen worden.


Wie profitieren Bürger, Kommunen und Unternehmen von ChargeX?

Lennart Schümann: Als Energieversorger wissen wir, dass der Umstieg auf E-Mobilität kein Problem ist. Worauf es ankommt, sind individuelle lokale Lösungen – und genau die bieten wir. Deshalb vertreiben wir ChargeX auch nicht zentral, sondern stellen unseren Resellern Lösungen zur Verfügung, mit denen sie ihre Endkunden vor Ort individuell begleiten können. Damit schaffen wir die Voraussetzung für einen schnellen und flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur.


Welche Rolle spielt ChargeX bei der Mobilitätswende?

Ladestation bei Ambulante Pflege Wilhelminum

Beim Test der smarten E-Ladeinfrastruktur für die Ambulante Pflege Wilhelminum in Querum, Braunschweig

V. l. n. r.: Jan Engelhardt, Geschäftsführer „Wilhelminum“, Dr. Volker Lang, Geschäftsführer von KOM|DIA, sowie Julien Mounier, Geschäftsführer von Veolia Energie.

 

Ihr Ansprechpartner:

Lennart Schümann
Projektmanager E-Mobilität
[email protected]
www.kom-dia.de