Klimaschutz kennt keine Grenzen

Die deutsch-polnische Europastadt Görlitz/Zgorzelec soll eine grenzübergreifende, klimaneutrale Fernwärmeversorgung erhalten. Veolia ist mit den Stadtwerken Görlitz maßgeblich beteiligt.
Veröffentlicht Januar 2021

Große Ziele brauchen starke Partner: Mit einer gemeinsamen Fernwärmeversorgung möchten die Städte Görlitz und Zgorzelec bis 2030 klimaneutral werden. Dabei können sie sich auf die Stadtwerke Görlitz und das geballte Nachhaltigkeits-Knowhow der Veolia Gruppe verlassen.

Hintergrund der kommunalen Klimaschutzinitiative ist der European Green Deal, ein milliardenschweres Investitions- und Maßnahmenpaket der Europäischen Kommission. Das Ziel: Bis 2050 soll Europa der erste vollständig klimaneutrale Kontinent werden. Das geht natürlich nur gemeinsam, über Ländergrenzen hinweg. 

Die Europastadt Görlitz/Zgorzelec liegt im Zentrum des historischen Kohle- und Industriegürtels von Zwickau bis Kattowitz und steht mit dem geplanten Kohleausstieg vor umfangreichen Veränderungen. Ein erster Schritt: Im Juli 2020 haben die Bürgermeister beider Städte eine Absichtserklärung für das Projekt „Klimaneutrale Fernwärme für die Europastadt“ unterschrieben.

 

Umstellung in Teilschritten
Die in der Absichtserklärung festgehaltenen Vorhaben bis 2030

PHASE 1

Bis 2022: Modernisierung der Wärmeerzeugungsanlage in Zgorzelec/Grozowa

• Alte Kohlekessel werden in der Leistung reduziert oder ausgemustert.
• Einsatz von Erdgas-Blockheizkraftwerken als Übergangstechnologie.

Zeitgemäße Fernwärmeerzeugung

Maßgeblicher Partner für die Umsetzung dieser Vision sind die Stadtwerke Görlitz, Teil der Veolia Gruppe: Schon 2030 soll die Fernwärmeversorgung von Görlitz und Zgorzelec klimaneutral erfolgen. 

Hierfür erarbeiten derzeit der deutsche und polnische Fernwärmeversorger Hand in Hand eine neue, gemeinsame Erzeugungsstrategie mittels erneuerbarer Energien. Eine Besonderheit bei diesem Projekt liegt zweifelsohne in dem geplanten Bau eines gemeinsamen Biomasse-Heizwerkes in Zgorzelec, das zukünftig nicht nur den Wärmebedarf der polnischen Grenzstadt deckt, sondern ebenso das deutsche Fernwärmegebiet Görlitz-Königshufen mittels einer grenzüberschreitenden Fernwärmeleitung mitversorgt.

Nachhaltiges Vorbild

Es ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten – und das Klima: Mehr Effizienz und Lebensqualität durch weniger CO2-Ausstoß, erste Schätzungen sehen das Einsparpotenzial bei rund 75.000 Tonnen pro Jahr. So kann die Europastadt Görlitz/Zgorzelec weiter zusammenwachsen und mithilfe von Veolia einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz in Europa leisten – ein Big Green Deal mit Vorbildcharakter auf dem Weg zu einer CO2-freien Energieversorgung.

 

Ihr Ansprechpartner:

Sacha Caron
Stadtwerke Görlitz
[email protected]
www.stadtwerke-goerlitz.de

PHASE 2

Ab 2023 bis 2030: Zusammenschluss des Fernwärmenetzes und Ausbau erneuerbarer Energien.

• Bau der 2,5 Kilometer langen Ver-bindungsleitung zwischen den Versorgungsgebieten Zgorzelec und Görlitz-Königshufen.
• Einbindung der Görlitzer Kläranlage zur direkten Nutzung von Abwasserabwärme oder Solarthermie.
• Komplette Umstellung des Heizwerks in Zgorzelec auf Biomasse.
• Umstellung der übrigen Fernwärmegebiete in Görlitz auf erneuerbare Energien.