Stadtwerke Reloaded

Stadtwerke Reloaded

Ob Klimaschutz, Energiewende, Digitalisierung oder nachhaltige Mobilität: Städte und Gemeinden stehen vor vielfältigen Herausforderungen, wenn es um die Gestaltung der Zukunft geht. Drei Beispiele aus der Veolia-Welt, wie Stadtwerke Lösungen für morgen entwickeln, im Kleinen wie im Großen

Unter dem Motto „Stadtwerke reloaded“ haben Veolia und die Thüga gemeinsam Start-ups mit digitalen Innovationen für Stadtwerke gesucht. Doch nicht nur die Digitalisierung ist ein drängendes Thema für Städte und Gemeinden, auch andere Fragen stehen im Fokus: Wie und wo kann der CO2-Ausstoß verringert und die Luftqualität verbessert werden? Was braucht es für eine nachhaltigere Mobilität? Welche Chancen birgt die Digitalisierung? Und wie lässt sich insgesamt die Lebensqualität halten oder steigern?

U-START - Frische Ideen für Stadtwerke

Unter dem Motto „Stadtwerke reloaded“ hat Veolia bei seinem letzten U-Start Call gemeinsam mit der Thüga Start-ups gesucht, die neue digitale Lösungen und Geschäftsmodelle für kommunale Energienetze und Infrastrukturen bieten. Beim finalen Pitch im März haben sich zwei Jungunternehmen durchgesetzt:

  • Vaira mit einer Plattform, die Netzversorger, Baudienstleister und Stadtwerke bei der Auftragserstellung, Dokumentation und Vermessung von Hausanschlüssen unterstützt. Thüga und die Stadtwerke Görlitz wollen die Lösung in der Stadtwerke-Praxis testen und weiterentwickeln.
  • ​ChargeX entwickelt intelligente und modular erweiterbare Ladelösungen für Elektroautos, die vor allem interessant sind für Gewerbekunden. Das Start-up wird nun gemeinsam mit KOM│DIA, der Digitalisierungsagentur von BS│ENERGY, Demonstratoren an zwei Braunschweiger Standorten errichten.

Mehr unter www.veolia.de

Eine wichtige Rolle kommt bei der Lösungssuche den Stadtwerken zu. Denn als Unternehmen, die Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge erbringen und die dafür nötige Infrastruktur bereitstellen, sind sie nicht nur unmittelbar von den aktuellen Herausforderungen betroffen. Sie sind auch diejenigen, die mit innovativen Ideen vorangehen und Städte und Gemeinden fit für die Zukunft machen können – wie die Stadtwerke der Veolia Gruppe zeigen. Sei es als Umsetzer der Energiewende vor Ort, als Antreiber der E-Mobilität, als Innovator für digitale Dienstleistungen, als Wegbereiter für smartes Wohnen oder als Vernetzer lokaler Initiativen – die Stadtwerke der Veolia Gruppe verstehen sich als verantwortungsvolle Zukunftsgestalter für ihre Regionen. Dabei leisten sie auch einen wichtigen Beitrag, um das übergeordnete Ziel des Green Deal der Europäischen Kommission zu erreichen: eine klimaneutrale EU mit null Treibhausgasemissionen ab 2050. 


Braunschweig, 250.000 Einwohner

Braunschweig, 250.000 Einwohner

Vernetzung für die Smart City: BS│ENERGY baut konsequent die digitale Infrastruktur und darauf basierende Angebote in Braunschweig aus.


Görlitz, 60.000 Einwohner

Görlitz, 60.000 Einwohner

Gemeinsam für nachhaltige Mobilität: Die Stadtwerke Görlitz machen aus ihrer E-Fahrzeugflotte einen Car-Sharing-Pool für Unternehmen.


Weißwasser, 16.000 Einwohner

Weißwasser, 16.000 Einwohner

Digitaler Kanal für die Bürger: informieren und austauschen per App in Weißwasser.

Big Player

BS│ENERGY gewährleistet in Braunschweig nicht nur die Grundversorgung mit Energie, Wasser, Beleuchtung und betreibt die Infrastruktur für die Leitungsnetze. Das Unternehmen gestaltet mit seinen Konzepten die Zukunft der Stadt wesentlich mit.

Neue Erzeugungsstrategie

BS│ENERGY steigt bereits 2022 aus der Kohle aus. Mit der Umstellung auf ein neues Energieerzeugungskonzept setzt das Unternehmen einen Meilenstein in Sachen Klimaschutz. Künftig erzeugt BS│ENERGY umweltfreundlich Strom und Wärme durch ein Biomasse-Heizkraftwerk mit dem Brennstoff Altholz in Kombination mit einem Gasturbinen-Heizkraftwerk. So senken die Braunschweiger die Emissionen von Luftschadstoffen signifikant. Im Zuge der größten Investition der Firmengeschichte zeigt das Unternehmen, wie die Wegbereitung der Energiewende auf regionaler Ebene gelingen kann.

Ausbau der E-Mobilität

Leistungen in Braunschweig im Überblick

  • Lieferung von Strom, Gas, Fernwärme und Wasser 
  • Abwasserentsorgung
  • Betrieb der Leitungsnetze für Strom, Gas und (Ab-)Wasser
  • Straßenbeleuchtung 
  • Auf- und Ausbau Glasfasernetz, Installation WLAN-Hotspots, Aufbau LoRaWAN-Netz 
  • Entwicklung und Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos

Mehr Infos:
Astrid Ibenthal
Unternehmenskommunikation
[email protected]

Ein weiterer Schritt, um den CO2-Ausstoß in Braunschweig zu verringern, ist der Ausbau der E-Mobilität. BS│ENERGY betreibt 17 E-Ladesäulen im Braunschweiger Stadtgebiet, die Firmenflotte umfasst über 90 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb. Um den Kunden den Einstieg in die Elektromobilität so einfach wie möglich zu machen, hat BS│ENERGY gemeinsam mit lokalen Servicepartnern mit BS│Wallbox ein regionales Alles-aus-einer-Hand-Angebot entwickelt: eine Wallbox zum Laden von E-Autos, die direkt am Wohnhaus genutzt werden kann, E-Mobilitäts-Check und Installation inklusive.

Digitale Angebote

Mit dem Ziel, die Digitalisierung in Braunschweig aktiv voranzubringen, hat BS│ENERGY eine kommunale Digitalisierungsagentur gegründet: KOM│DIA. Das Team aus Ingenieuren, IT-Spezialisten und Business-Experten entwickelt smarte Dienstleistungen und intelligente Lösungen in den Geschäftsfeldern Internet der Dinge (IoT), Glasfaser, Elektromobilität und öffentliches WLAN. Um ein leistungsstarkes Kommunikationsnetz sicherzustellen, baut BS│ENERGY sein Glasfasernetz kontinuierlich aus. Neben allen Neubaugebieten werden auch 26 Gewerbegebiete bis 2021 flächendeckend mit Glasfaser ausgestattet.

Dynamisches Mittelzentrum

Als regionaler Energie- und Umweltdienstleister entwickeln die Stadtwerke Görlitz (SWG) Ideen und Konzepte für eine nachhaltige lokale Entwicklung und gestalten den Strukturwandel in der Lausitz mit.

Energie Effizienz Quartiere (EEQ)

Leistungen in Görlitz im Überblick

 

  • Lieferung von Strom, Erdgas, Trinkwasser sowie Wärme 
  • Abwasserentsorgung 
  • Labordienstleistungen
  • Stadtbeleuchtung 
  • Bereitstellung von E-Ladesäulen und E-Sharing
  • Bereitstellung von Internet, Telefonie sowie IT-Dienstleistungen

Mehr Infos:
Belinda Brüchner
Referentin Vertrieb/Marketing/PR
[email protected]

 

Ein wichtiger Baustein in Richtung klimaneutrale, energieeffiziente Stadt ist die dezentrale Energieversorgung durch EEQs. In Görlitz gibt es bereits drei EEQs, ein viertes ist in der Entstehung. Basierend auf einer modernen Anlage zur Kraft-Wärme-Kopplung, einem Holzpelletkessel und einem Erdgaskessel für Spitzenlastzeiten wird im EEQ 1 in der Innenstadt umweltfreundliche Wärme erzeugt. Im Vergleich zu herkömmlichen Erzeugeranlagen werden im Versorgungsgebiet jährlich rund 1 200 Tonnen weniger Kohlendioxid ausgestoßen. 

Nachhaltige Mobilität

Die SWG betreiben in Görlitz und Umgebung zwei öffentliche E-Ladesäulen und stellen Elektrofahrräder zum Ausleihen bereit. Auch die eigene Fahrzeugflotte, bestehend aus 17 Elektroautos, ist zum immer stärker wachsenden Car-Sharing-Pool geworden. Mitarbeiter der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und der Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH nutzen die Ressource Fahrzeug mit. 

Zuverlässige Trinkwasserversorgung

Dürre, Klimaextreme, demografischer Wandel – in Anbetracht dieser Herausforderungen haben die Stadtwerke Görlitz wichtige Weichen gestellt, um auch nachfolgenden Generationen Trinkwasser in gewohnter Qualität und Menge zur Verfügung zu stellen. Im September 2018 haben die SWG einen zwölf Meter tiefen Horizontalfilterbrunnen für die Trinkwassergewinnung in Betrieb genommen, der 30 Altbrunnen ersetzt.  Auch mit Belastungen des Wassers durch Mikroplastik oder Arzneimittelreste setzen sich die SWG intensiv auseinander und planen langfristig den Einsatz weiterer Reinigungsstufen.

Klein, aber nicht provinziell

Wie auch in kleinen Gemeinden Großes bewegt werden kann in Sachen Zukunftsfähigkeit – das zeigen die Stadtwerke Weißwasser in der Oberlausitz. 

Smart City

Leistungen in Weißwasser im Überblick

  • Lieferung von Strom, Erdgas, Trinkwasser sowie Wärme
  • Abwasserentsorgung
  • Bereitstellung von E-Ladesäulen
  • Entwicklung Smart City
  • Bereitstellung der Stadt-App „Weißwass(er)leben“

 Mehr Infos:
Bettina Brandt
Kommunikationsmanager und Pressesprecher
[email protected]
 

Eine autarke Zukunftsstadt mitten in Weißwasser – das planen die Stadtverwaltung und die Stadtwerke Weißwasser gemeinsam mit Partnern. Im Fokus des Projektes Smart City stehen innovatives Bauen, nachhaltige Mobilitätskonzepte und umweltfreundliche sowie zukunftsorientierte Versorgungs- und Entsorgungslösungen. Angefangen bei Wind- und Solarenergie über die Abwasserwärmerückgewinnung und smarte Haussteuerung bis hin zur E-Ladestation – das Konzept will städtisches Wohnen neu definieren: ressourcenschonend, emissionsarm und innovativ. 

Die Zukunft ist elektrisch

In Weißwasser betreiben die Stadtwerke bisher drei Elektroladesäulen auf dem Marktplatz. Neben einer Ladesäule für zwei Autos gibt es zwei Ladesäulen für Pedelecs. Im Aufbau sind derzeit zudem vier weitere Ladesäulen im Stadtgebiet und im Umland, auch eine Wallbox, also eine Ladestation für Privatkunden wird künftig angeboten.

App „Weißwass(er)leben“

Gemeinsam mit Partnern haben die Stadtwerke Weißwasser als „Lebensqualitätslieferant“ 2018 eine App entwickelt: „Weißwass(er)leben“. Die App enthält alle wichtigen Informationen zum Leben in Weißwasser – von A wie Abfallkalender bis Z wie Zählerstandmeldung. Um auch junge Menschen in das Projekt einzubeziehen, haben die Stadtwerke die Gründung einer Schülerfirma initiiert, die Ideen zur Erweiterung der App für junge Leute mit einbringt. Dazu zählen Angebote zu Praktika und Ferienjobs. Auch eine Sharinglösung ist in Planung unter Einbindung der Veolia Stiftung. Rund 4 600 Nutzer hat die App derzeit – Tendenz steigend.

 

 

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