Interview_Centerparc

Servicepartner für nachhaltige Geschäftsentwicklung

Center Parcs Europe (CPE) hat ein klares Ziel: Das niederländische Unternehmen will zum nachhaltigsten Ferienparkbetreiber Europas werden. Als Sustainability Manager (Energy, Waste, Water & Environment) im CSR Department treibt Wilbert Hermans die Umsetzung dieses Ziels voran. In Veolia sieht er einen Partner auf Augenhöhe, der das Know-how und die Innovationskraft mitbringt, um den „Natural Plan“ von CPE zu realisieren.

Center Parcs Europe hat einen „Natural Plan“ erstellt. Was steckt dahinter?

Wilbert Hermans: Der Natural Plan beschreibt unsere Route, mit der wir das Geschäft zunehmend nachhaltig gestalten wollen. Er enthält Zielwerte, die wir bis 2022 erreichen wollen – basierend auf einem Vergleich zu 2010. Zu diesen Zielen gehören unter anderem folgende: Wir wollen 25 Prozent weniger CO2-Emissionen ausstoßen, 60 Prozent erneuerbare Energien nutzen, das Abfallaufkommen um 100 Gramm pro Gast und Tag reduzieren und die Recyclingquote auf 60 Prozent erhöhen. Derzeit liegen wir bei knapp 40 Prozent. 

Wilbert Hermans

"Die Frage nach dem passenden Abfallmanagementsystem ist eine ganz zentrale – sowohl unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten als auch für die Atmosphäre im Park."

Wie unterstützt ein Abfallmanagementsystem Sie dabei?

Wilbert Hermans: In einem Ferienpark wechseln die Gäste, unterschiedliche Mitarbeitergruppen arbeiten zum Wohl der Urlauber und jeder hat mit dem Thema Abfall zu tun. Daher ist die Frage nach dem passenden Abfallmanagementsystem eine ganz zentrale – sowohl unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten als auch für die Atmosphäre im Park. Abfälle vermeiden und die Recyclingquote erhöhen können wir schließlich nur, wenn alle Parameter des Systems darauf ausgerichtet sind. Genau das ist im Konzept von Veolia der Fall. Die Dienstleistung ist auf einem hohen Niveau und die Zusammenarbeit läuft sehr gut. Das Team von Veolia denkt mit, entwickelt von uns ins Spiel gebrachte Anstöße weiter und ist immer für einen Ideenaustausch offen, um den Sortierungsgrad weiter zu steigern und das Abfallaufkommen zu minimieren. Nicht ohne Grund arbeiten wir jetzt auch in unserem Park in der Eifel mit Veolia zusammen, für weitere Standorte ist das Unternehmen im Rennen. Für uns ist auch das Kundenportal ein großer Pluspunkt. Denn natürlich können wir bei der Arbeit an unseren Nachhaltigkeitszielen die ökonomische Brille nicht einfach absetzen. Die Kosten-Nutzen-Relation ist immer ein entscheidender Faktor.

Und wie gestaltet sich die Kosten-Nutzen-Relation im Allgäu?

Wilbert Hermans: CPE hat sich bewusst für das Unterflursystem mit der automatischen Füllstandsmessung entschieden. Natürlich ist das im Aufbau erstmal teurer, als einfach große Container aufzustellen. Aber es zahlt auch darauf ein, die Recyclingquote zu erhöhen. Denn die Wertstoffinseln fügen sich so in die Natur ein, dass sie die Gäste allein durch ihre Optik dazu anregen, ordentlich zu trennen und keinen Abfall einfach irgendwohin zu werfen. Hinzu kommt die Aufklärungsarbeit seitens Veolia. Indem der Park dadurch weniger gemischte Abfälle erzeugt, die in Entsorgung und Verarbeitung teurer sind als gut getrennte Fraktionen, wollen wir die Kosten ausgleichen. Ein belastbares Fazit werden wir 2022 ziehen. Ich bin optimistisch, dass uns das gemeinsam gelingt.

Mehr Informationen zum Nachhaltigkeitskonzept von Center Parcs:

www.centerparcs.de/nachhaltigkeit

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Schlüsselwörter

Gewerbe Haushaltsabfälle