IoT für Kommunen und industrie

Sehr verbunden - Netze für IoT

Kommunikationsnetze für das Internet der Dinge: Mit innovativen IoT-Lösungen in den Bereichen Wasser, Energie und Entsorgung bietet Veolia Kommunen und Industrieunternehmen neue Möglichkeiten, um Prozesse einfacher, effizienter und energiesparender zu gestalten. In Braunschweig testet BS|ENERGY derzeit bereits die Fernauslesung von Stromzählern via LoRaWAN-Netz.

Ob die Fernauslesung von Zählern, die Füllstandsmessung von Abfallbehältern oder die Überwachung von E-Ladesäulen: Die Digitalisierung urbaner oder industrieller Infrastrukturen eröffnet neue Chancen, um Dienstleistungen zu vereinfachen, Städte und Häuser smarter zu machen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten – und CO2-Emissionen zu reduzieren. Bereits heute sind weltweit über 27 Milliarden Geräte vernetzt und das Internet of Things (IoT) wird weiterwachsen.

Datenaustausch per Funk

LoRaWAN: Lokal und unabhängig Daten erheben bei BS|ENERGY

In Braunschweig ermöglicht ein unabhängiges LoRaWAN-Netz digitale Dienstleistungen für die Kommune und IoT-Anwendungen in der Industrie. Sensoren in den Endgeräten kommunizieren mit Gateways, die die Datenpakete sicher an den Server übermitteln, durch End-to-End-AES-128-Bit-Verschlüsselung. Weitere Kennzeichen: geringer Energieverbrauch, geringe Infrastrukturkosten und eine hohe Kapazität.

Ihr Ansprechpartner:
Ralf Richter
Projektmanager
ralf.richter@kom-dia.de

Grundvoraussetzung für jede Anwendung im IoT ist die auf den jeweiligen Einsatz zugeschnittene Kommunikationstechnologie. In Braunschweig hat sich KOM|DIA, die Digitalisierungsagentur von BS|ENERGY, bewusst für den Aufbau eines eigenen LoRaWAN-Netzes entschieden. „LoRaWAN basiert auf dem offenen Funkstandard LoRa, der lizenzfreie Frequenzbänder nutzt. Mit LoRaWAN bauen wir also eine unabhängige Infrastruktur auf, die in unseren Händen liegt und 70 potenzielle Anwendungsmöglichkeiten in Braunschweig bietet“, sagt Ralf Richter, IoT-Experte bei KOM|DIA. Speziell für Funkstrecken des Internets der Dinge entwickelt, ermöglicht LoRaWAN eine tiefe Durchdringung von Gebäuden, gelangt etwa auch in Kellerräume und hat eine hohe innerstädtische Reichweite. Die Technologie ist darauf ausgerichtet, kleinere Datenmengen über größere  Entfernungen zu senden – und bietet sich daher ideal für Dienstleistungen in Städten an.

Mobilfunk (2G bis 5G) - Zuverlässige Füllstandsmessung bei Wacker Chemie

Das von Veolia installierte digitale Abfallmanagementsystem bei Wacker Chemie in Burghausen nutzt das vorhandene, dort gut ausgebaute Mobilfunknetz GSM (Global System for Mobile Communication). 95 Prozent der 500 Abfallcontainer im bayerischen Werk sind mit Sensoren ausgestattet, die den Füllstand messen, per GSM automatisch an Veolia übermitteln und so eine optimale Routenplanung für die Entleerung ermöglichen.

Ihr Ansprechpartner:
René Lentz
Projektleiter
rene.lenz@@veolia.com

Bis Ende des Jahres sollen in Braunschweig sieben so genannte Gateways installiert sein und flächendeckend ein Netz von 260 Quadratkilometern abdecken. In einem Pilotprojekt mit drei lokalen Wohnungsbaugesellschaften testet BS|ENERGY derzeit über das erste Gateway die Fernauslesung von Stromzählern. Über Sensoren mit LoRaWAN verbunden, werden die Abrechnungsdaten aus der Ferne ermittelt und versandt. 

Anwendungen in Echtzeit

Narrowband IOT - Analoge Wasserzähler mit „Codea“ im Internet der Dinge

In Zusammenarbeit mit der Telekom hat Veolia analoge Wasserzähler digitalisiert, um einen Überblick über den täglichen Verbrauch zu erhalten und etwa Leckagen frühzeitig identifizieren und beheben zu können. Ausgestattet mit dem Sensor „Codea“ und verbunden mit dem NB-IoT-Netz der Telekom, senden die Zähler ihre Daten in die Cloud der Dinge. Dort laufen die Daten aller Standorte zusammen und werden visualisiert (siehe auch S. 18/19).

Ihr Ansprechpartner:
Patrick Durand
Projektleiter Performance
patrick.durand2@veolia.com

In Zukunft sind auch Raumklima- und Zustandsüberwachungen denkbar, etwa auch in Kitas oder Schulen. Für die Umweltsensorik ist LoRaWAN ebenso geeignet: Füllstände von Brunnen oder Wasserstände von Fließgewässern lassen sich in Echtzeit überwachen. Im Mobilitätsbereich ermöglicht die Funktechnologie das Monitoring von Ladesäulen, intelligentes Parkraummanagement oder die Überwachung von Verkehrsflüssen. Auch Anwendungen in der Industrie sind möglich. „LoRaWAN wird in Braunschweig ein wichtiger Baustein des Versorgungsnetzes, neben WLAN, Glasfaser und 5G“, sagt Ralf Richter.

Schlüsselwörter

Kommunen Industrie Digitalisierung