Alliance to end plastic waste

Gemeinsam gegen Umweltverschmutzung durch Plastik

Eine Allianz globaler Unternehmen aus der Kunststoff- und Konsumgüter-Wertschöpfungskette, darunter Veolia, sagt den Plastikabfällen in der Umwelt den Kampf an: Sie hat eine Organisation gegründet, die Lösungen zur Beseitigung von Plastikabfällen in der Umwelt, insbesondere im Meer, vorantreibt.

Dafür hat die „Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt“ (AEPW), die derzeit aus fast dreißig Mitgliedsunternehmen besteht, über 1 Milliarde US-Dollar zugesagt, und will in den nächsten fünf Jahren weitere 1,5 Milliarden Dollar für die Beseitigung von Plastikabfällen zur Verfügung stellen. Außerdem fördert sie mit dem Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft Lösungen für Sekundärkunststoffe. Die Mitglieder sind globale Unternehmen und Organisationen aus Nord- und Südamerika, Europa, Asien, Südostasien, Afrika und dem Arabischen Golf.
 

Antoine Frérot, CEO Veolia

"Der Erfolg erfordert Zusammenarbeit und koordinierte Anstrengungen in vielen Bereichen - einige, die kurzfristige Fortschritte bringen, und andere, die große Investitionen mit längeren Fristen erfordern.  Die Beseitigung von Kunststoffabfällen in der Umwelt und die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft aus Kunststoffen erfordern die Beteiligung aller entlang der gesamten Wertschöpfungskette und das langfristige Engagement von Unternehmen, Regierungen und Gemeinden. Kein Land, kein Unternehmen oder keine Gemeinde kann das alleine lösen.“

Die Allianz ist eine gemeinnützige Organisation, zu der Unternehmen gehören, die Kunststoffe her­stellen, verwenden, verkaufen, verarbeiten, sammeln und recyceln, einschließlich Chemie- und Kunststoffherstellern, Konsumgüterunternehmen, Einzelhändlern, Verarbeitern und Entsorgungsunternehmen. Strategischer Partner der Allianz ist der World Business Council for Sustainable Development (WBCSD). Die Allianz kündigte auch erste Projekte und Kooperationen an, die eine Reihe von Lösungen zur Beseitigung von Plastikabfällen beinhalten:
 

  • Partnerschaft mit Städten zur Entwicklung integrierter Abfallmanagementsysteme in urbanen Ballungsgebieten mit unzureichender Infrastruktur, insbesondere entlang von Flüssen, die große Mengen an Plastikabfällen vom Land ins Meer transportieren. 
  • Finanzierung des "The Incubator Network" von Circulate Capital zur Entwicklung und Förderung von Technologien, Geschäftsmodellen und Unternehmern, die Meereskunststoffabfälle verhindern und die Abfallentsorgung und -verwertung verbessern. 
  • Entwicklung eines offenen, wissenschaftlich fundierten globalen Informationsprojekts zur weltweiten Unterstützung von Abfallmanagementprojekten mit zuverlässigen Daten­sammlungen, Messgrößen, Standards und Methoden.
  • Aufbau einer Kooperation mit zwischenstaatlichen Organisationen wie den Vereinten Nationen, um gemeinsame Workshops und Schulungen für Regierungsbeamte und Führungskräfte aus den betroffenen Gemeinden durchzuführen, damit sie die effektivsten und lokal relevantesten Lösungen identifizieren und umsetzen können.
  • Unterstützung von „Renew Oceans“ zur Förderung von lokalen Investitionen und lokalem Engagement. Das Programm zielt darauf ab, Plastikabfälle zu sammeln, bevor sie über die zehn größten Flüsse, von denen der überwiegende Teil der Abfälle transportiert wird, den Ozean erreichen. 

Matthias Harms, CEO Veolia Deutschland

„Der Schulterschluss zwischen den Wirtschaftsunternehmen, der Politik und der Zivilgesellschaft ist wichtig, um Erfolge für unseren Planeten im Kampf gegen die Verschmutzung zu erzielen. Veolia in Deutschland arbeitet schon lange im Bereich Kunststoffrecycling, etwa in Rostock oder Bernburg. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, die Allianz bestmöglich zu unterstützen.“

In den kommenden Monaten wird die Allianz zusätzliche Investitionen tätigen und Fortschritte in vier Schlüsselbereichen vorantreiben: 

  • Infrastrukturentwicklung für die Sammlung und das Management von Abfällen und für die Steigerung des Recyclings;
  • Innovation zur Förderung und Skalierung neuer Technologien, die das Recycling und die Rück­gewinnung von Kunststoffen erleichtern und einen Nutzen für gebrauchte Kunststoffe schaffen;  
  • Bildung und Einbindung von Regierungen, Unternehmen und Gemeinden, um diese zum Handeln zu bewegen; und
  • Säuberung von Bereichen, die bereits stark durch Plastikabfälle belastet sind, insbesondere von den wichtigsten Abfallleitungen wie Flüssen, die Plastikabfälle vom Land ins Meer transportieren.   

Die folgenden Unternehmen sind Gründungsmitglieder der Allianz: 

Alliance Mitglieder

Lesen Sie das Dossier