Gewächshaus

Autopilot für Aquaponik

Ökologischer Lebensmittelkreislauf: Nachhaltiger, lokaler und CO2-neutraler Lebensmittelkreislauf als alternative zur globalisierten Lebensmittelindustrie.

Monokulturen, überdüngte Böden, überfischte Meere:
Auch die Lebensmittelindustrie trägt dazu bei, unseren Planeten zu zerstören. Allein der Anstieg globaler Überproduktion macht nach Schätzung von Experten 20% des weltweiten CO2-Ausstoßes aus. Dass es auch anders geht, zeigt ein Verfahren, das im Prinzip überall auf der Erde umgesetzt werden kann und eine CO2-neutrale Nahrungsmittelproduktion ermöglicht: Aquaponik.

Was steckt dahinter? Im Prinzip ist es eine geschlossene Kreislaufanlage, die Fischzucht in Aquakultur mit Pflanzenzucht mittels Hydrokultur verbindet. Dazu werden Schwarmfische in Behältern gehalten, wo sie das Wasser durch ihre Ausscheidungen mit Ammonium anreichern.Dieses wird durch einen Biofilter erst zu Nitrit und dann zu Nitrat umgewandelt.

Gewächshausmodell

 

Nutzpflanzen mit Fischwasser düngen 

Nutzpflanzen in sogenannten „Growbeds“werden nach Bedarf mit dem nährstoffreichen Wasser aus dem Fischbehälter geflutet. Überlaufendes Wasser wird wieder in die Fischtanks zurückgeführt. Im Unterschied zu einer reinen Aquakultur muss das Wasser nicht ausgetauscht oder gefiltert werden. Ein Gruppe von Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg hat jetzt ein Aquaponik-System entwickelt, das vollautomatisch gesteuert wird. In einem Bio-meiler entsteht dabei durch die Zugabe von Gartenabfällen und Biomüll fortwährend Energie, die zur Erwärmung des Fischwassers verwendet wird. Die innovative Lösung für eine dezentrale kommunale Lebensmittelproduktion, wird von der Veolia Stiftung gefördert.

Speicherprogrammierbare Steuerungen lassen sich per Webinterface aus der Ferne bedienen und stellen sicher, das der Anlagenkreislauf auch
nach Stromausfällen einwandfrei funktioniert

 

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