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Nachhaltig mit IoT: Umwelt- und Entsorgungspartner im Center Parc Allgäu

In Zusammenarbeit mit Veolia setzt Center Parcs in Leutkirch die Ziele des Nachhaltigkeitskonzepts „Natural Plan“ um. Dank Unterflursystem, digitalem Abfallmanagement und einer Informationskampagne für Gäste, Mitarbeitende und Lieferanten ist hier ein Ferienpark mit Modellcharakter entstanden.

Herausforderung

Wie gestaltet man ein digitales Abfallsystem für das Gastgewerbe „Center Parcs Allgäu“, das ins naturnahe Konzept des Parks passt und die Gäste, Mitarbeitende und Lieferanten zur sortenreinen Entsorgung von Abfällen motiviert?

Ziel

Unterflursystem ohne Geruchsbelästigung für die Gäste Kommunikationskonzept mit multimedialen Infosäulen für Gäste Berücksichtigung des naturnahen Gestaltungskonzepts regelmäßige Schulungen für Personal und Lieferanten

Veolia's Lösung

Erstellung eines kundenspezifischen Abfallwirtschaftskonzepts Errichtung von 24 barrierefreien Abfallsammelstationen mit vier Abfallfraktionen modernes Unterflursystem digitale Infrarot-Füllstandsmesser für eine optimierte Tourenplanung Entsorgung des Gewerbeabfalls mit 15 verschiedenen Fraktionen Farbleitsystem und Informations­material mit Trennanleitung in den Häusern und an den Abfallstationen

2018 hat Center Parcs einen neuen Ferienpark im Allgäu eröffnet: Auf rund 184 Hektar verteilen sich 1 000 Ferienhäuser, es gibt ein Spaßbad, Restaurants und den Market Dome. Rund 5 000 Gäste können hier gleichzeitig Urlaub machen. Dass das Abfallmanagement in einem Ferienpark dieser Größe ebenso reibungslos wie nachhaltig funktioniert – dafür sorgt das passgenaue System von Veolia.

Als Center Parcs seinen neuen Ferienpark im Allgäu plante, suchte das Unternehmen eine innovative Lösung für die Abfallentsorgung. Dezent sollte sie sich in das hochwertige Erscheinungsbild des Parks einfügen und die Geruchsbelästigung so gering wie möglich halten. Gleichzeitig war klar: Es braucht einen Entsorgungspartner, der gemeinsam mit Center Parcs ein nachhaltiges Umweltkonzept vor Ort realisiert und die intern gesteckten Ziele des „Natural Plan“ unterstützt: Abfälle vermeiden, die Recyclingquote erhöhen und CO2-Emissionen reduzieren.

Christoph Muth, Parkmanager Center Parcs Allgäu

Christoph Muth

„Digitalisierung und Naturschutz gehen im Entsorgungskonzept von Veolia Hand in Hand und passen so perfekt zu unserer Marke.“

Mit einem ganzheitlichen Abfallmanagementkonzept überzeugte Veolia Europas größten Anbieter von Ferienhäusern und wurde erst im Allgäu, dann auch in der Eifel, zum gewünschten Umweltpartner. „Das Konzept von Veolia hat bei uns gleich gepunktet, weil es nicht nur modern und auf den Park zugeschnitten ist, sondern auch Umwelt- und Ressourcenschutz konsequent mitdenkt“, sagt Karel Jacobs, Technical Purchaser Europe.

„Das Abfallkonzept im Allgäu ist neuer Benchmark“

Nachdem Veolia mit im Boot war, stieg das Team um Bernd Hechenberger, nationaler Vertriebsleiter des Geschäftsbereichs Entsorgung bei Veolia, in die konkrete Umsetzung ein. „Wir haben genau analysiert: Welche Abfallmengen werden pro Fraktion anfallen? Wie viel Sammelstellen braucht es? Wie regeln wir die Abholung, so dass sie möglichst emissionsarm erfolgt? Und wie motivieren wir Gäste, Mitarbeitende und Lieferanten dazu, konsequent die Abfälle zu trennen?

Im Ergebnis sind 24 „Wertstoffinseln“ mit einem Unterflursystem entstanden. Jede dieser Inseln enthält vier Behälter mit je fünf Kubikmeter Fassungsvermögen für die Hauptabfallfraktionen Verpackungen, Glas, Papier und Restabfall. Neben einem einheitlichen Farbleitsystem weisen Icons den internationalen Gästen den Weg zum richtigen Deckel. Wie gut die Kennzeichnung in der Praxis funktioniert, beobachtet Christoph Muth, General Manager Park Allgäu: „Das System kommt gut an, die Gäste ordnen den Abfall korrekt zu. Das gilt auch für die Kinder. Kürzlich sagte ein kleiner Junge stolz zu mir: ‚Schau mal, wir sind Mülltrenner.‘ “

Abfälle aus Restaurants und Geschäften im Market Dome und Park werden in bedarfsgerechten Großcontainern und Behältern, teils in klimatisierten Entsorgungsräumen, auf einem zentralen Abfallplatz gesammelt. Insgesamt werden im Park Allgäu 15 verschiedene Fraktionen getrennt erfasst.

Kommunizierende Abfallbehälter, transparente Auswertungen


Digitale Routenführung

Digitale Routenführung

Digitale Routenführung: Die von Veolia genutzte Software ermittelt die beste Route und zeigt dem Fahrer an, welche Behälter geleert werden müssen.


Auffällig unauffällig

Auffällig unauffällig

Auffällig unauffällig: Aufgrund der Sensortechnik kommt der LKW nur dann, wenn die Behälter voll sind, und fährt auch nur die entsprechenden Stationen an. Hebt er gerade einen Behälter aus dem Untergrund, schauen die Gäste gerne zu.


Ab hier getrennte Wege

Ab hier getrennte Wege

Ab hier getrennte Wege: Mit einem einheitlichen Farbleitsystem, Icons und Erläuterungen macht Veolia für Gäste, Mitarbeitende, Lieferanten und Servicepartner die Abfalltrennung leicht verständlich und erhöht die Recyclingquote.


Sammeln fürs Recycling

Sammeln fürs Recycling

Sammeln fürs Recycling: Auf dem Betriebshof in Kempten werden die Abfallfraktionen aus dem Ferienpark getrennt erfasst und fürs Recycling vorbereitet.


Ab in den Untergrund

Ab in den Untergrund

Ab in den Untergrund: Jede Wertstoffinsel enthält vier klar gekennzeichnete Behälter, die an ein Unterflursystem angeschlossen sind. So fällt Abfall nicht ins Auge, sondern unauffällig unter die Erde.

Überfüllte Abfallbehälter und muffelnde Mülltüten gehören bei dem System von Veolia ebenso der Vergangenheit an wie ineffiziente Abholintervalle. Der Grund für die optimale Entsorgung ist klein, aber mit großer Wirkung: In jedem der 96 Behälter sind Ultraschallsensoren angebracht, die den Füllstand in den Abfallbehältern in Echtzeit messen. Einmal morgens und einmal nachmittags übermitteln sie über das vorhandene Mobilfunknetz GSM die Daten an den Veolia-Standort in Kempten. Dort kann der Disponent jederzeit sehen, welche Behälter wie voll sind, und die Abholung zielgerichtet organisieren. Auf diese Weise werden unnötige Fahrten eingespart und damit wird für die Gäste die Abfallabholung nahezu unsichtbar. Und natürlich reduzieren sich auch die Entsorgungskosten. Zudem arbeiten die Sensoren extrem energieeffizient, so dass die Batterien eine lange Laufzeit haben. „Die IoT-Lösung ermöglicht uns, die Abfallentsorgung so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten und CO2-Emissionen zu reduzieren“, erläutert Christoph Muth. Für Center Parcs ein ausschlaggebender Faktor im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele. 

15 Abfallfraktionen im Park insgesamt
24 Sammelstellen im Park mit jeweils 4 Fraktionen
60% Recyclingquote über alle Abfallfraktionen als mittelfristiges Ziel

Auch auf dem Weg, die Recyclingquote in allen Parks zu erhöhen, helfen die digitalen Dienstleistungen von Veolia. Denn wesentliche Voraussetzung, um die Quote zu steigern, ist Transparenz. Und die liefert Veolia mit dem digitalen Kundenportal. Darauf können alle Beteiligten zugreifen und sämtliche Parameter per Monitoring im Blick behalten: etwa das Abfallaufkommen pro Fraktion, alle Abholtouren oder die anfallenden Entsorgungskosten. „Das Kundenportal ist ein wichtiges Steuerungsinstrument für uns. Anhand der Zahlen können wir die Zielerreichung messen, Maßnahmen ableiten und Kosten analysieren. Wenn wir noch mehr Standorte in die Hände von Veolia legen, ermöglicht uns das Portal auch einen Vergleich der Parks miteinander, so entstehen auch Synergien“, erläutert Wilbert Hermans, Sustainability Manager Center Parcs Europe. 

Veolias Leistungen im Park Allgäu

  • Leerung der Unterflurbehälter
  • Leerung der Absetz- und Abrollcontainer
  • Leerung und Wartung der Fettabscheider
  • Abfallbeauftragtenwesen
  • Schulung der Mitarbeiter von Center Parcs
  • laufender Austausch mit den Verantwortlichen von Center Parcs
  • Überprüfung Recyclingquote
  • laufend unterstützendes Rahmenprogramm für Kinder und Gäste zu umweltrelevanten Themen

Doch klar ist auch: Die Technik kann noch so ausgeklügelt sein – wenn Gäste, Mitarbeitende und Lieferanten das System nicht wie gedacht nutzen, bleibt es wirkungslos. Deshalb hat das Vertriebsmarketing des Geschäftsbereichs Entsorgung ansprechendes Informationsmaterial zur Abfalltrennung entwickelt. Aufkleber für die Ferienhäuser, Schilder für die Wertstoffinseln und Schulungsunterlagen für verschiedene Mitarbeitergruppen. Ergänzend bieten zwei multimediale Infosäulen Wissenswertes rund um Umweltschutz und Recycling. „Es ist das Gesamtpaket von Veolia, das uns dabei unterstützt, unseren Nachhaltigkeitsplan zu realisieren“, resümiert Christoph Muth.

Ihr Ansprechpartner:
Bernd Hechenberger
Nationaler Vertriebsleiter Veolia Geschäftsbereich Entsorgung
bernd.hechenberger@veolia.com

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Schlüsselwörter

Gewerbe Haushaltsabfälle