Auffangbecken Naabtaler Milchwerke

Nachhaltig Geklärt

Gemeinsam mit Veolia baut die Privatmolkerei Bechtel 2016 für rund 13 Millionen Euro eine neue Abwasseranlage – die sauberes Flusswasser und ganz nebenbei Rohstoffe zur Energieerzeugung produziert. Ein 360°-Projekt mit Vorbildcharakter.

Herausforderung

Planung und Umsetzung eines Großprojekts in 12 Monaten.

Ziel

Errichtung einer neuen Abwasseranlage, die durch den Einsatz modernster Technologieverfahren alle Prozesse der Abwasseraufbereitung integriert.

Veolia's Lösung

Mit einem Investitionsvolumen von 13 Millionen Euro wurde eine Anlage errichtet, die täglich 4200 Kubikmeter Abwasser reinigt. Die maximale Kapazität der Anlage entspricht dem Volumen einer 200 000-Einwohner-Stadt.

Wachstum und Innovationsfähigkeit. Dass beide Größen untrennbar zusammengehören, beweist die Privatmolkerei Bechtel im bayerischen Schwarzenfeld. Seit über 100 Jahren verarbeitet sie in den Naabtaler Milchwerken täglich mehr als eine Million Kilogramm Milch zu hochwertigen Milch- und Käsespezialitäten. Tendenz steigend.

„Wir leben mit und von der Natur“, betont Geschäftsführer René Guhl. Nachhaltigkeit hat in der Unternehmensstrategie deshalb eine besondere Bedeutung. Nicht nur bei der Herstellung köstlicher Molkereiprodukte. Auch beim anfallenden Abwasser aus der Produktion setzt das Unternehmen auf fortschrittliche, umweltverträgliche Lösungen und wird dabei strategisch und beim Betrieb der Abwasseranlagen seit 2009 von den Spezialisten der Veolia-Gruppe unterstützt.

Ein echter Mehrwert für die Molkerei, die sich dank der Partnerschaft auf ihr Kerngeschäft konzentrieren kann. Auch Produktionserweiterungen sind mit Veolia an der Seite sichergestellt. So konnte die Privatmolkerei Bechtel 2016 mit einem Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro eine hochmoderne Abwasseranlage errichten lassen, die exakt auf die örtlichen Bedingungen zugeschnitten wurde und das strategische Wachstum am Standort Schwarzenfeld absichert.

Mitarbeiter Wasseraufbereitung Molkerei Bechtel

Wasserbecken Molkerei Bechtel

Laboruntersuchung Wasser Molkerei Bechtel

 
Die neue Abwasseranlage im Naabtal fügt sich harmonisch in die Naturlandschaft ein. Und das, obwohl sie klar auf einen Anstieg der Produktion ausgelegt ist und eine Kapazität für maximal 4200 Kubikmeter Abwasser bereithält – so viel, wie tagtäglich in einer Stadt mit rund 200 000 Einwohnern anfällt.

Noch ist es nicht so weit. Täglich erreichen die Anlage etwa 3200 Kubikmeter Abwasser aus der Produktion,  das nach dem neuesten Stand der Technik gereinigt und wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt wird: Schon zu Beginn des Reinigungsprozesses reduziert sich der Verschmutzungsgrad des Abwassers um die Hälfte, indem Fette und Eiweiße mechanisch-chemisch abgetrennt werden. Danach landet das Abwasser in vier Sequencing-Batch-Reactor-Becken und durchläuft ein sequentielles biologisches Reinigungsverfahren. Nacheinander laufen dort alle Reinigungsphasen ab: Zunächst wälzen Rührwerke das Abwasser gründlich um. Anschließend wird Sauerstoff zugeführt, Bakterien bauen die Abwasserinhaltsstoffe biologisch ab. Schließlich setzt sich Schlamm am Boden ab. Im oberen Teil des Beckens bildet sich Klarwasser, das durch unterirdische Leitungen circa 1,8 Kilometer weit in die Naab geleitet wird. Den anfallenden Klärschlamm – 30 bis 40 Tonnen pro Tag – bringen Mitarbeiter der Veolia-Niederlassung Süd in umliegende Biogasanlagen, wo er zur Energieerzeugung genutzt wird. Ein Stoffkreislauf, der Abwasser auf innovative Weise verarbeitet und weiterverwertet – und so alle Vorgaben des europäischen Abfallrechts erfüllt.

„Nur Klares ist Wahres.“

„Mit der betriebseigenen Abwasseranlage tragen wir unserer ökonomischen und ökologischen Verantwortung Rechnung. Die Integration der betrieblichen Prozessabwasserbereitung mit modernsten Technologieverfahren entspricht unserem Selbstverständnis als fortschrittliches, nachhaltig produzierendes Unternehmen“, betont René Guhl, der Geschäftsführer der Molkerei. Und er zitiert Franz Greulich, den leitenden Veolia-Ingenieur, der es nach Fertigstellung der Anlage so ausdrückte: „Nur Klares ist Wahres.“
 
Guhl kann sich dabei auf die 360°-Betreuung eines starken Partners verlassen: Rund um den Betrieb der Abwasseranlage  – von der Instandhaltung und Steuerung der Technik über fachlichen Support vor Ort bis hin zur Entsorgung des Klärschlamms – vertraut die Molkerei auf die Leistungsfähigkeit der beteiligten Veolia-Unternehmen. Gemeinsam beweist man, dass effiziente Produktion und ressourcenoptimiertes unternehmerisches Handeln im Einklang mit der Natur möglich ist.