Klargemacht: Spurenstoffe

klargemacht: Spurenstoffe im Wasserkreislauf

Spurenstoffe im Abwasser lassen sich reduzieren, wenn jeder Einzelne sorgsam mit Arzneimitteln umgeht.

Arzneimittel sind für die Gesundheit von Mensch und Tier unerlässlich, in der Umwelt jedoch unerwünscht. Aufgrund von verbesserten Analysesystemen werden sie mittlerweile in geringen Spuren in Abwässern oder Gewässern gefunden. Der Haupteintragspfad für die sogenannten Spurenstoffe sind vor allem kommunale Abwässer. Im Zu- und Ablauf kommunaler Kläranlagen liegen die Konzentrationen der meisten Einzelstoffe in der Größenordnung von 1 μg bis 10 μg pro Liter*. (*Quelle: DVGW-Information Wasser Nr. 25 vom April 2015)

Zur Verdeutlichung:

1 μg pro Liter

oder ein Millionstel Gramm entspricht der Konzentration, die durch einen einzelnen Zuckerwürfel in 2,7 Millionen Litern, etwa dem Inhalt eines großen Tankschiffs, erhalten wird, wobei allerdings beispielsweise hormonell wirksame Stoffe auch in diesen Konzentrationen in aquatischen Ökosystemen noch Wirkungen auslösen können.

 

Prof. Dr. Wolfgang Firk

Prof. Firk

"Je mehr Wohlfühlmedizin wir im Wellness- und Vorsorgebereich vermeiden, um so weniger Spurenstoffe gelangen ins Grundwasser.“

Eine klare Meinung dazu hat Prof. Dr. Wolfgang Firk, Leiter der DWA-Koordinierungsgruppe „Anthropogene Spurenstoffe im Wasserkreislauf“: „Arzneimittel sollen helfen und heilen. Sie sind nicht dazu da, damit wir noch besser Tennis spielen. Je mehr Wohlfühlmedizin wir im Wellness- und Vorsorgebereich vermeiden, um so weniger Spurenstoffe gelangen ins Grundwasser.“

Schlüsselwörter

Abwasser Wasser