Getrockneter Klärschlamm

Ersatzbrennstoffe, die Kohle von Morgen

Im Klärschlamm verbergen sich wertvolle Rohstoffe – und viel Energie. Bei der Verbrennung erzeugt Klärschlamm etwa so viel davon wie Braunkohle, aber ohne deren immensen CO2-Ausstoß.

„Alle reden über Klärschlamm – wir machen was“, sagt Dr.  Matthias Staub, Leiter Unternehmensentwicklung Geschäfts­bereich Wasser bei Veolia. Das Unternehmen unterstützt Kommunen und Industrie bei der Klärschlammwende. Ziel ist es, den Klärschlamm ressourcenoptimiert zu entsorgen: Rohstoffe recyceln und Energie erzeugen. „Wir wollen die Klärschlammmenge, die der Verbrennung zugeführt wird, reduzieren. Direkt auf der Kläranlage wird der Schlamm energetisch genutzt, das macht die Anlage gleichzeitig energieeffizienter.“
 
Im Klärschlamm steckt Phosphor, das ist wichtig für das Wachstum von Pflanzen. Aber Phosphor wird knapp, vor allem in Europa. Doch er lässt sich aus dem Schlamm zurückgewinnen.
 
Ein weiteres Beispiel: Im Klärwerk Steinhof in Braunschweig fault Klärschlamm, das senkt dessen Masse um 30 Prozent. Zusätzlich entsteht Biogas, das in einem Blockheizkraftwerk  zu Strom und Wärme wird. Das Klärwerk kann den eigenen Strombedarf komplett decken und Energie ins Netz einspeisen. Eine neue Technik, die gut für das Klima ist.
 

Pilotprojekt seit 2017

CO2 Einsparung durch Klärschlammverwertung

Reduzierung der Klärschlammmenge

Lesen Sie das Dossier

Schlüsselwörter

Klärschlamm Energie Energiewende