AfB Zweites Leben für IT

Ein zweites Leben für IT

Wiederverwendung als Geschäftsmodell - eine Lösung für die nachhaltige EU-Wirtschaft

Handys und Computer schlucken bei ihrer Herstellung große Mengen an Rohstoffen aus vielen Teilen der Welt und verursachen Treibhausgas-Emissionen. Das gemeinnützige Unternehmen AfB – Arbeit für Menschen mit Behinderungen – hat sich darauf spezialisiert, diese Geräte für die Wiederverwendung aufzubereiten. Für die Veolia Stiftung war dieses ressourcenschonende Geschäftsmodell der Grund, die AfB Ende April in seine Förderrunde zum Thema Kreislaufwirtschaft aufzunehmen. 

Seit 15 Jahren übernimmt die AfB nicht mehr benötigte IT- und Mobilgeräte von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Nach der zertifizierten Datenlöschung werden sie gereinigt, aufgerüstet und wiedervermarktet. „Oft sind das sehr hochwertige Geräte, die nach wenigen Jahren in Unternehmen ersetzt werden und noch lange nicht ausgedient haben. Wir verlängern ihre Lebenszeit: Nach dem sogenannten Refurbishing finden wir für sie neue Besitzer, die sich über die gute Qualität zu günstigeren Preisen freuen“, erläutert AfB-Geschäftsführer Daniel Büchle. Die Geräte werden online und in eigenen Shops vertrieben oder gehen an gemeinnützige Organisationen, Kindergärten und Schulen. 


Geschäftsmodell Wiederverwendung

Geschäftsmodell Wiederverwendung

Viele wertvolle Ressourcen stecken in IT- und Mobilfunkgeräten. Ihre Wiederverwendung schont die Umwelt und trägt zum Klimaschutz bei. Die Geräte werden online und in eigenen Shops wieder in Verkehr gebracht.


Wertvolle Ressourcen

Wertvolle Ressourcen

Hier kommt Veolia ins Spiel: Ist ein Gerät nicht mehr reparierbar, wird es zerlegt und geschreddert. Kunststoffe, Aluminium, wertvolle Metalle werden stofflich verwertet.

Knapp die Hälfte der 440 Beschäftigten an 19 Standorten in fünf Ländern, die die Geräte bearbeiten, sind Menschen mit Behinderung. Seit Gründung hat die AfB sie in die Tätigkeiten einbezogen. „Sowohl Inklusion als auch Umweltschutz sind für uns wichtige Werte. Das war unter anderem der Grund, warum wir als Europas Sozialunternehmen 2020 ausgezeichnet wurden“, berichtet Büchle stolz.

Dennoch schaffen es nicht alle Geräte und Komponenten als Ganzes in ein zweites Leben. Nach der genauen Prüfung durch die Mitarbeiter der AfB müssen auch Geräte und Bauteile dem Recycling zugeführt werden. Hier überschneiden sich die Geschäftsmodelle von AfB und Veolia: An zwei Standorten in Deutschland betreibt Veolia spezielle Demontagearbeitsplätze, um IT-Geräte zu zerlegen, die Schadstoffe zu separieren und die enthaltenen Wertstoffe einem stofflichen Recycling zuzuführen. Das sind neben Kunststoffen und Aluminium auch verschiedene wertvolle Metalle. 

Christoph Werth, Leiter des Wertstoffmanagements bei Veolia, sieht die Arbeit der AfB sehr positiv: „Vom Ankauf der IT-Geräte bis hin zu den nicht wiederverwendbaren Geräten oder Bauteilen wird ein geschlossener Kreislauf – ein „closed loop“ – geschaffen. Dies ist eine hervorragende Ergänzung unserer Tätigkeiten im Sinne von Ressourcenschonung und Recyclingwirtschaft“, sagt Werth.

Mehr  unter www.afb-group.de

Ihr Ansprechpartner:
Christoph Werth
Leiter Wertstoffmanagement
[email protected]

 

Schlüsselwörter

Kreislaufwirtschaft