Nebon Innovation

Christophe Nebon

Veolia verfolgt zwei Innovationsstrategien: Ausbau der Angebote und Erschließung neuer Märkte

Christophe Nebon, Direktor für Technik und Performance und zuständig für Forschung und Innovation bei Veolia, erläutert: "Mit der ersten Strategie wird das bestehende Geschäft gestärkt und leistungsfähiger gemacht." Im Bereich der Verbrennung beispielsweise sind feuerfeste Materialien ein kostspieliger Posten. In der Forschungsabteilung hat man sich dieses Themas angenommen, um die Materialien auch haltbarer zu machen. Die Entwicklung einer innovativen feuerfesten Platte mit sehr hoher Lebensdauer ermöglicht eine Verringerung der Wartungskosten und das Abschalten der Verwertungsanlagen für diese Abfälle.

Die zweite Strategie betrifft Innovationen, die das bestehende Angebot ergänzen oder zu einem neuen Angebot führen, so Nebon. Für das Management von Wasserressourcen wurden Modellierungsinstrumente zur besseren Planung des Einsatzes dieser Ressourcen gemäß ihrer Verfügbarkeit entwickelt. Für die Behandlung von Wasser wurden neue Lösungen eingeführt, um die immer strengeren Qualitätsnormen zu erfüllen.

Im Bereich des Recyclings und der Abfallverwertung betreffen etwa zahlreiche Forschungsprojekte die Entwicklung des „Sortierzentrums 4.0“, in dem Technologien mit künstlicher Intelligenz zur Analyse des Abfallstroms und zur Steuerung der automatischen Sortierung benutzt werden. Veolia entwickelt derzeit ein Instrument, das über den Sortierketten aufgestellt wird, kontinuierlich den Abfallstrom analysiert und dank künstlicher Intelligenz die Qualität der Sortierung bewertet. Dabei handelt es sich um eine automatische Qualitätskontrolle. Das Instrument wird derzeit in Frankreich und in Großbritannien getestet.

Nebon: "Wir unterstützen und begleiten schnell wachsende Berufsgruppen, in denen zum Beispiel Kunststoffrezepturen ausgearbeitet werden. Im Bereich der Verwertung sortieren wir Stoffe nach Beschaffenheit und manchmal nach Farbe und erstellen anschließend Rezepturen, indem wir insbesondere Zusatzstoffe hinzufügen, die ihre Eigenschaften so verändern, dass sie dem Kundenbedarf gerecht werden. Das nennt sich Compoundierung. Wir arbeiten immer in engem Bezug zu den Anlagen, um dieses Know-how zu modellieren und zu industrialisieren. Ziel: die Einbindung recycelter Materialien in gefertigte Produkte unterstützen, aber auch neue Einsatzbereiche oder neue Designs der von Veolia produzierten Materialien finden."

Entwickelt werden diese Innovationen dank der Kompetenzen des Forschungs- und Innovationsteams, oder aber im Rahmen des Programms Open Innovation zusammen mit jungen kreativen Unternehmern. Im Bereich der Raumluftqualität bewertet Veolia den Bestand auf dem Markt und verbessert ihn erforderlichenfalls zusammen mit seinen Partnern. Nebon ist überzeugt: "Innovation ist gut, doch nicht ohne Pragmatismus!“

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